Schriftarten in der Bewerbung

Welche Schriftart in der Bewerbung? Serifen oder Sans-Serif?

In der Bewerbung entscheiden manchmal Kleinigkeiten. Aber nicht nur dort. Sondern auch im Zusammenhang mit Computern. Vielleicht fällt Ihnen im Kontext mit Schriften Steve Jobs ein. Er belegte an der Uni einen Typographie-Kurs. Dieses Wissen setzte Jobs später sehr erfolgreich bei Apple ein. Schriften und Schriftarten sind wichtig – nicht nur in der Bewerbung. Die richtige Wahl der Schriftart und Schriftgrösse wirft immer wieder Fragen auf. Wir erklären, wie Schriftarten und Schriftgrössen in der Bewerbung benutzt werden und was zu beachten ist.

Die Schriftart und Grösse ist wichtig für den optischen Gesamteindruck. Zusätzlich haben Schriftarten noch Einfluss auf die Lesbarkeit. Das gilt ebenso für die Schriftgrösse, den nicht jeder Chef hat Adleraugen. Daneben spielen auch der Umgang mit Schriftattributen wie Fettschrift, Kursiv und Unterstrich sowie und die generell die Benutzung unterschiedlicher Schriftarten eine Rolle. Setzen Sie diese deshalb mit Bedacht in Ihrer Bewerbung ein. Sehen Sie die Schriftart in der Bewerbung immer auch ein bisschen als Ausdruck Ihrer Persönlichkeit.

Ihre Dokument wie Motivationsschreiben und Lebenslauf wirken optimal, wenn Sie wie aus einem Guss erscheinen. Deshalb sollte die Hauptschriftart und das Design in beiden Dokumenten gleich sein. Erst dann wirkt das Bewerbungsdossier homogen und einladend.

Lesbarkeit der Schrift

Bewerbungsdossiers werden initial oft nur kurz angesehen. Vielfach nur wenige Minuten. Deshalb ist Lesbarkeit ein wichtiges Kriterium. Entscheiden für die Lesbarkeit ist das Design und die Schriftart. Im Rahmen einer Bewerbung ist eine Schriftart gut, die leicht zu lesen ist. Wir unterscheiden hier Lesbarkeit am Bildschirm und Lesbarkeit auf Papier.

Am Bildschirm lassen sich Schriften ohne Serifen gut lesen. Deshalb wählen Sie nach Möglichkeit eine Sans-Serif-Schrift, wenn Ihre Bewerbung typischerweise am Monitor angesehen wird. Das gilt für viele moderne Berufe, IT-Berufe oder zum Beispiel Bürojobs. Bei solchen Jobs werden die Bewerbungsdossiers oft per E-Mail intern versendet und zuerst am Bildschirm gelesen.

Empfohlene Schriften ohne Serifen

Wenn Sie Ihre Bewerbung noch ausdrucken und per Post versenden oder wenn Sie davon ausgehen, dass Ihr Bewerbungsdossiers zunächst ausgedruckt und dann intern weitergeleitet wird, dann ist eine Schriftart mit Serifen empfohlen. Sie ist auf Papier besser lesbar. Die Serifen leiten das Auge und Zeilenrutscher kommen seltener vor.

Empfohlene Schriften mit Serifen

  • Garamond
  • Times New Roman – wirkt manchmal altmodisch und langweilig

Akzente setzen mit Schriftarten und Schriftattributen

Nutzen Sie in der Bewerbung Schriftattribute, (fett, kursiv, italic oder Schriftgrösse) vor allem um erstens Wichtiges zu betonen und zweitens, um das Dokument zu gliedern. Wie immer in der Bewerbung geht es darum, dem Leser das Lesen zu erleichtern. Ausserdem wird die Aufmerksamkeit durch die Designelemente auf die wichtigen Stellen gelenkt.

Selbstverständlich dürfen Sie unterschiedliche Schriften in ein und demselben Dokument benutzen. Machen Sie es aber ganz bewusst. Fragen Sie sich, was will ich mit der Schrift erreichen? Unterstützt meine Wahl meine Absicht? Sieht die Schriftart auch in Kombination mit anderen Schriftarten gut aus? Wenn es den Zweck unterstreicht oder erfüllt, dann spricht überhaupt nichts dagegen. Dann werden Ihre Bewerbungsunterlagen durch besondere Schriftarten vielleicht sogar interessanter als die der Konkurrenz!

Empfohlene Schriftgrösse für das Motivationsschreiben

Generell sollte der Text leicht lesbar sein. Wenn Sie eine normale Menge an Text schreiben, also circa eine halbe Seite, sollten Sie eine Schriftgrösse von 12 oder 11 Punkt benutzen. Wenn Sie aufgrund der Textmenge nicht genug Platz haben, dann geht auch 10 Punkt. In diesem Fall, sollten Sie darüber nachzudenken, ob Sie nicht mit weniger Text besser auf den Punkt kommen können. Kleinere Schriften als 9 Punkte würde ich nur für unwichtige Details im Lebenslauf benutzen, oder für Elemente, die dekorativen Charakter haben, wie Linien oder Trennzeilen. Die Betreffzeile gehört fett. Viele Bewerber gestalten sich auch 2 Punkte grösser als die normale Schrift.

Empfohlene Schriftgrösse für den Lebenslauf

Was für das Motivationsschreiben gilt, gilt ebenso für den Lebenslauf. Starten Sie mit Schriftgrösse 11 bis 12 Punkt für den tabellarischen Teil. Wenn Sie Platzprobleme haben, dann empfiehlt es sich, den Platz zwischen den Absätzen zu verkleinern. Versuchen Sie hier ruhig einmal 4 oder 6 Punkte für die Leerzeilen. Das erhält die Struktur und Lesbarkeit. Trotzdem gewinnen Sie ein paar Zeilen für den Text. Für die Überschrift (Lebenslauf) und Ihren Vor- und Nachnamen darf die Schriftgrösse gerne auch grösser sein. Probieren Sie Werte zwischen 16 und 24 Punkten und entscheiden Sie aufgrund des optischen Gesamteindrucks. Für Überschriften von Abschnitten, wie “Berufliche Stationen” wird oft eine

Beispiel

Nehmen wir als Beispiel, dass Sie Ihren Namen im Motivationsschreiben und Lebenslauf betonen wollen. Dann bittet sich an mit der Schriftart, der Grösse und Fettschrift zu experimentieren. Vielleicht entscheiden Sie ja auch dazu den Vornamen und Namen in einer besonderen Schrift und Grösse zu schreiben. Den Nachnamen gestalten Sie zusätzlich in Fettschrift. Ich habe so eine Darstellung schon einmal seht gut gemacht gesehen. Wenn es gut gemacht ist, dann sieht das wirklich gut aus. Probieren Sie es einmal.

Eine kleine Warnung

Benutzen Sie lieber nicht zu viele unterschiedliche Schriftarten im gleichen Dokument. Es kann dann schnell unruhig und unausgewogen wirken. Entscheiden Sie sich stattdessen für eine Hauptschrift. Für die Akzent können Sie dann noch ein oder zwei andere Schriften einsetzen. Beachten Sie bitte auch, das Ihr Bewerbungsdossier wie aus einem Guss erscheinen soll. Benutzten Sie die gleichen Schriftarten und Designs in beiden Dokument. Das fördert Ihre Corporate Identity und den Widererkennungswert.

Gliedern mit Leerzeilen, Strichen, etc.

Zur Gliederung eignet sich auch der geschickte Einsatz von Leerzeilen, Strichen, grafischen Elementen und so weiter. Nutzen Sie auch diese Elemente zur Gliederung. Manchmal macht eine halbe Leerzeile den Unterschied. Ich setzte eine halbe Leerzeile sehr gerne bei den persönlichen Daten ein. Es sieht einfach besser aus. Manchmal kann ein langer Quer- oder Längsstrich das Dokument wunderbar gliedern.

Viel Spass beim Ausprobieren!